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Solarpotenzial Ihres Dachs

Klicken Sie auf Ihr Haus im Landkreis Freising: Jede Dachfläche erscheint in der Farbe ihrer jährlichen Sonneneinstrahlung, darunter stehen geeignete Fläche, mögliche Leistung in kWp, Stromertrag pro Jahr und nach wie vielen Jahren sich eine Anlage bezahlt macht. Gerechnet aus dem amtlichen 3D-Gebäudemodell mit Verschattung durch Nachbarhäuser und Gelände, ohne Bäume.

So nutzen Sie die Karte

  1. Geben Sie oben eine Adresse im Landkreis Freising ein und wählen Sie einen Treffer, oder zoomen Sie mit Mausrad oder zwei Fingern auf Ihr Haus.
  2. Ab Straßenebene erscheinen die Dachflächen in Farben: Rot und Orange bekommen am meisten Sonne, Blau am wenigsten.
  3. Klicken Sie auf Ihr Dach. Rechts stehen geeignete Fläche, mögliche Leistung und Ertrag für das ganze Gebäude und jede einzelne Dachfläche.
  4. Passen Sie Anlagengröße, Verbrauch und Preise an. Ersparnis und Amortisation rechnen sofort neu.
  5. Mit „Link kopieren" können Sie das Ergebnis an Familie oder einen Installateur schicken.

Wie die Werte entstehen

Jede Dachfläche stammt aus dem 3D-Gebäudemodell LoD2 der Bayerischen Vermessungsverwaltung, in dem Dächer als geneigte Flächen mit echter Lage und Höhe gespeichert sind. Auf jeder Fläche liegen Rechenpunkte im Abstand von etwa einem Meter. Für jeden Punkt bestimmen wir aus Gebäuden und dem Geländemodell mit einem Meter Auflösung den Horizont in 36 Himmelsrichtungen. Dann rechnen wir für jede Stunde eines typischen Wetterjahrs von PVGIS, ob die Sonne den Punkt erreicht, und addieren direktes Sonnenlicht, diffuses Himmelslicht (Modell nach Hay und Davies) und vom Boden reflektiertes Licht. Der Mittelwert aller Punkte ist die Einstrahlung der Fläche in kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Als geeignet gelten Flächenteile mit mindestens 900 kWh/m² im Jahr, insgesamt mindestens 10 m² und höchstens 60 Grad Neigung. Daraus ergeben sich etwa 0,2 kWp je Quadratmeter und ein Jahresertrag mit einem Systemwirkungsgrad (Performance Ratio) von 0,85 – das deckt Wechselrichter, Kabel, Wärme und Verschmutzung ab.

Genauigkeit und Grenzen

Annahmen der Wirtschaftlichkeitsrechnung

Die Rechnung ist bewusst einfach, damit Sie jede Zahl nachvollziehen können. Ohne Speicher nutzt ein Haushalt den Solarstrom nur, solange die Sonne scheint; wir rechnen daher damit, dass die Anlage 30 Prozent Ihres Verbrauchs direkt deckt (höchstens 60 Prozent des Ertrags). Der Rest wird eingespeist. Ersparnis = selbst genutzter Strom × Strompreis + eingespeister Strom × Vergütung − 1 Prozent der Investition pro Jahr für Wartung und Versicherung. Amortisation = Investition ÷ Ersparnis, ohne Kredit, Steuern, Preissteigerung und Modulalterung.

Häufige Fragen

Lohnt sich Photovoltaik auf meinem Dach?

Das hängt vor allem davon ab, wie viel Sonne die beste Dachfläche bekommt und wie viel Strom Sie selbst verbrauchen. Klicken Sie auf Ihr Haus: Die Karte zeigt jede Dachfläche, und die Rechnung darunter nennt Ertrag, jährliche Ersparnis und die Jahre bis zur Amortisation. Als grobe Faustregel rechnet sich eine Anlage ohne Speicher meist in 10 bis 15 Jahren, wenn die Fläche über 900 kWh pro Quadratmeter und Jahr bekommt.

Wie genau sind die Werte?

Wir rechnen jede Dachfläche aus dem amtlichen 3D-Gebäudemodell mit etwa einem Rechenpunkt pro Quadratmeter, mit Verschattung durch Nachbargebäude und Gelände und mit stündlichen Wetterdaten. Für ein unverschattetes Süddach liegen wir 3,1 Prozent unter PVGIS. Bäume, Gauben, Schornsteine und Gebäude, die nach der Vermessung gebaut oder umgebaut wurden, fehlen. Für das Angebot einer Fachfirma braucht es immer eine Besichtigung.

Was bedeutet kWh pro Quadratmeter und Jahr?

Das ist die Sonnenenergie, die im Jahr auf einen Quadratmeter der Dachfläche trifft. In Freising bekommt ein gut ausgerichtetes, unverschattetes Dach etwa 1.100 bis 1.400 kWh/m². Flächen unter 900 kWh/m² markieren wir nicht als geeignet, weil sich die Module dort kaum bezahlt machen.

Wie viel kWp passen auf mein Dach?

Wir rechnen mit rund 0,2 kWp pro Quadratmeter geeigneter Fläche, das entspricht heutigen Modulen mit etwa 430 Watt auf 2 Quadratmetern. Abstände zu Rand, First und Dachfenstern verkleinern die Fläche in der Praxis etwas. Die Anlagengröße können Sie im Rechner selbst wählen; wir belegen dann zuerst die sonnigsten Flächen.

Mit welcher Einspeisevergütung wird gerechnet?

Mit 7,70 Cent je Kilowattstunde – der Satz für Teileinspeisung bis 10 kWp bei Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027. Für den Anteil über 10 kWp ist der Satz etwas niedriger, deshalb ist die Rechnung für große Anlagen leicht zu optimistisch. Die Vergütung gilt 20 Jahre ab Inbetriebnahme.

Warum sehe ich mein Haus nicht?

Bisher ist nur der Landkreis Freising gerechnet. Weitere Landkreise in Bayern folgen. Bis dahin finden Sie für viele Landkreise ein amtliches Solarkataster beim Landratsamt, und für einen einzelnen Punkt rechnet der kostenlose PVGIS-Rechner der EU.

Datenquelle: Bayerische Vermessungsverwaltung – www.geodaten.bayern.de (CC BY 4.0). Einstrahlung: PVGIS © European Union, 2001–2026. Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende, OpenFreeMap. Mehr auf der Seite Datenquellen.